Navigation

Liebe Gemeinde,

dass man etwas verlegt hat, ist sicherlich jedem schonmal passiert. Besonders dann ist die Suche eine große Herausforderung, wenn etwas dringend gebraucht wird – wie etwa der Autoschlüssel, weil man schon spät dran ist und pünktlich bei einem Termin sein möchte.

Überall wird gesucht, im Gedanken gehen wir die Orte ab, an denen wir den Gegenstand zum letzten Mal gesehen haben. Und wie groß ist dann die Erleichterung, wenn das gesuchte Objekt gefunden wird.

Vor zwei Wochen war mein Umzug mit meinen Eltern hier nach Bad Godesberg. Die Wohnung nimmt langsam Form an, aber wie oft ist mir das soeben Geschilderte in den vergangenen Tagen widerfahren – Suchen und finden.

Im heutigen Abschnitt des Evangeliums nach Lukas ist mehrfach von Freude, ja überwältigender Freude die Rede. Eine Freude, die geteilt und gefeiert werden will, weil etwas Kostbares, das verloren ging, wiedergefunden wird. Da ist die Frau, die verzweifelt nach einer verlorenen Drachme sucht. Sie hat doch noch neun Drachmen übrig. Aber die Frau sucht akribisch und findet.

Dann ist da der Hirt, der eine Herde von hundert Schafen hat. Eines davon hat sich verirrt, ist nicht bei der Herde geblieben. Und der Hirt lässt die neunundneunzig Schafe zurück, um das eine verlorene zu suchen.

Diese Suchen-und-Finden-Erfahrung im übertragendem Sinne hat mich in meinen ersten Tagen als Ihr neuer Pfarrer schwer beeindruckt. Wie viele Menschen – sowohl hauptamtlich wie auch ehrenamtlich – leidenschaftlich in unserem hiesigen Seelsorgebereich engagiert sind, die sich einbringen, mitdenken und somit das Gemeindeleben mitgestalten; die im „Suchen nach Lösungen“ nicht müde werde, auch wenn manches noch nicht „gefunden“ ist. Das stimmt mich sehr zuversichtlich auf unseren gemein-samen Weg in die Zukunft und macht viel Spaß und Freude. So möchte ich an dieser Stelle DANKE sagen für das herzliche Willkommen, für die Unterstützung und für die vielen, die mich an die Hand genommen haben und weiterhin tun. Das tut gut. Es wird noch eine Weile brauchen, bis ich einen gänzlichen Einblick/Durchblick erhalten und gewisse Abläufe und Strukturen verstanden habe – aber wie sagen wir Rheinländer: et hätt noch immer joot jejange! In diesem Sinne, alles Gute und einen gesegneten Sonntag!

Ihr
Pfarrer Edward Balagon

Zu den Pfarrnachrichten ...