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Liebe Gemeinde,

November, die Tage werden kürzer, grauer, verregneter. Die Stimmung wird trübsinniger, die Natur startet in den Winterschlaf – oder auch nicht … Immer wieder erreichen uns Horrormeldungen von Naturkatastrophen, Klimaerwärmung und Verschiebung der Klimazonen. Das Umweltministerium hat ein Video herausgebracht, in dem es der Erde eine Stimme verleiht.

„Ich brauche die Menschen nicht, aber die Menschen brauchen mich. Wenn es mir gut geht, geht es Euch gut … Wie Ihr Euch entscheidet, Tag für Tag zu leben, spielt für mich keine Rolle. So oder so, wie Ihr Euch entscheidet, bestimmt Euer Schicksal, nicht meins …“ Wir Christen glauben, dass die Erde einen Ursprung hat, dass Gott der Schöpfer der Erde und des Alls ist. ER hat uns die Erde übergeben, damit wir sie bebauen und bewahren. Und dieser Gott, den wir Vater nennen, hat uns ein Leben in Freiheit geschenkt – wie wir uns entscheiden zu leben, beeinflusst unser Leben hier auf der Erde. Wir entscheiden uns für Frieden und das Leben im Einklang mit der Natur, wir bestimmen den Umgangston in unserer näheren Umgebung. Auch wenn es manchmal nicht so aussieht, das was wir tun, zieht Kreise und hat Auswirkungen.

Im Evangelium des heutigen Sonntags ist vom Ende der Welt, vom Weltuntergang, ja einer „Naturkatastrophe“ die Rede. Sie scheint unausweichlich. Doch gleichzeitig lesen wir die Zusage, Gott versammelt seine Auserwählten, die Menschen, die sich in ihrem Leben zu IHM bekennen und versuchen, nach seinem Willen zu leben, und lässt sie bei sich leben.

Dieser Sonntag ist der letzte Sonntag im Jahreskreis. Das Kirchenjahr endet mit einem scheinbar furchtbaren Bild. Das neue beginnt dagegen mit der Erwartung des Herrschers der Welt. Gott selbst hat den Bund mit den Menschen besiegelt, sich und seine Güte offenbart in der Geburt des göttlichen Kindes. ER, der Gottessohn selbst, kommt uns immer wieder entgegen, ruft uns auf, IHM zu folgen. Vielleicht gelingt es uns, gerade in dieser trüben Jahreszeit, wieder neu auf die Botschaft zu hören, aufmerksamer zu werden für die Zeichen der Gegenwart Gottes, eben auch und gerade in den dunklen Zeiten unseres Lebens.

„Die Menschen bergen sich im Schatten deiner Flügel, sie laben sich am Reichtum deines Hauses; * du tränkst sie mit dem Strom deiner Wonnen. Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, * in deinem Licht schauen wir das Licht.“ (Ps 36) Versuchen Sie es, es lohnt sich!

In diesem Sinne – kommen Sie gut durch die dunkle Jahreszeit.

Pfarrvikar Jozef

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